Alarmübung der Abteilung Markdorf-Stadt

(24.03.2026) Das Ausrücken zu Alarmen von Brandmeldeanlagen (BMA) ist das tägliche Geschäft der Feuerwehren. Auch wenn sich die meisten dieser Alarme als Fehlalarme entpuppen, aufgrund von Täuschung, oder Fehlbedienung, schützen diese Anlagen doch zuverlässig Millionenwerte in Industriebetrieben oder öffentlichen Gebäuden.

Aus diesem Grund geht die Feuerwehr jedem dieser Alarme mit akribischer Genauigkeit nach und behandelt sie solange wie ein bestätigtes Feuer, bis das Gegenteil auf der Erkundung festgestellt wurde und Entwarnung gegeben werden kann.

Wir danken der Fa. J. Wagner GmbH dafür, dass wir gestern in und an den Firmengebäuden üben konnten.

Das Übungsszenario sah vor, dass es im Versuchsbereich der Firma, der auch mit einer automatischen Brandmeldeanlage geschützt ist, zu einem Brand gekommen war. Eine schwarze Rauchwolke stieg aus dem Gebäude auf. Die Anlage alarmierte vor Ort optisch und akustisch und leitete den Alarm zur integrierten Leistelle (ILS) Bodensee-Oberschwaben weiter, von wo aus die Einsatzkräfte der Abteilung Markdorf-Stadt alarmiert werden wurden.

Die Aufgaben des ersteintreffenden Zugführers mit dem ELW waren das Aufsuchen der Feuerwehr-Informations-Zentrale (FIZ), in der alle Alarm-Infos der BMA am Feuerwehr-Anzeige-Tableau (FAT) abrufbar sind, wie z.B. die ausgelösten Meldergruppen. Hier wird auch Kontakt mit den Verantwortlichen des Unternehmens aufgenommen, die ihrerseits die vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen innerhalb der Firma umsetzen, wie z.B. die Evakuierung der Mitarbeiter.

In der Regel, wenn kein verantwortlicher Mitarbeiter vor Ort sein sollte, kann am Feuerwehr-Schlüsseltresor ein Generalschlüssel entnommen werden, mit dem alle Bereiche der Firma betreten werden können.

Nach der Erkundung und Lokalisierung des Schadensortes werden die anrückenden Kräfte eingewiesen, die dann je nach Lage eine Personsuche und -rettung durchführen und einen Löschangriff vornehmen.

So war gestern auch ein Mitarbeiter vermisst, der von einem Trupp des HLF unter Atemschutz nach draussen gerettet wurde.

Ein weiterer Angriffstrupp ging mit einer Schlauchleitung zum Brandherd vor und löschte diesen ab.

Unterstützung kam von oben. Vom Korb der Drehleiter aus wurde der Wassermonitor in Betrieb genommen, der den Brand auf dem Dach bekämpfte.

Wegen der Komplexität des Einsatzes in dem großen Firmengebäude wurde auch die Führungsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Markdorf aufgebaut, die den Einsatzleiter in der Organisation und Dokumentation unterstützte.

Da die Stärke der Wasserversorgung anfangs fraglich war, kam das TLF mit 6000 Liter Wasser an die Einsatzstelle, um hier eine gewisse Zeit zu überbrücken, bis die Wasserversorgung gesichert war.

Desweiteren wurde mit dem GW A/S ein Atemschutzpool aufgebaut, an dem sich die Atemschutzgeräteträger mit Geräten für die Nachlöscharbeiten ausrüsten konnten.

Neben dem Proben diesen Abläufen im Abteilungsrahmen, war es auch Übungsziel, die Kanaltrennung mit dem digitalen Einsatzstellenfunk für die verschiedenen Einsatzabschnitte zu proben, der erst vor einigen Tagen eingeführt worden war.

Nachdem alle Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht worden waren, gab es für alle Beteiligten noch ein leckeres Vesper im Feuerwehrhaus.